
Mercedes erwägt Rückzug des GLA und anderer günstiger Modelle vom US-Markt
Der US-Markt könnte die günstigsten Mercedes-Benz-Modelle aufgrund neuer Handelsbeschränkungen verlieren. Laut Bloomberg führen die USA ab dem 2. April einen Zoll von 25% auf importierte Fahrzeuge ein, was den deutschen Autohersteller zwingt, sein Angebot auf dem amerikanischen Markt zu überdenken.
Die Zukunft günstiger Mercedes in den USA ist gefährdet
Laut Bloomberg erwägt Mercedes-Benz, einige seiner günstigsten Modelle aufgrund der Einführung neuer 25-prozentiger Zölle auf importierte Fahrzeuge vom amerikanischen Markt zu nehmen. Diese Beschränkungen machen den Verkauf bestimmter Modelle für den deutschen Autohersteller wirtschaftlich unrentabel.
Der erste Kandidat für einen Marktrückzug könnte der GLA-Crossover sein, der im deutschen Werk Rastatt produziert wird. Derzeit liegt der Grundpreis des Modells in den USA bei 43.000 Dollar, aber unter Berücksichtigung der neuen Zölle wird der Preis auf 53.750 Dollar steigen. Bezeichnenderweise ist das Modell kein Verkaufsschlager – 2024 kauften die Amerikaner nur 19.079 Fahrzeuge, obwohl Mercedes bereits die nächste Generation des Crossovers angekündigt hat.
Auch andere Modelle der Marke sind gefährdet:
- Die neue CLA-Limousine mit Hybrid- und Elektrovarianten mit bis zu 349 PS und einer Reichweite von bis zu 792 km nach WLTP
- Der in Mexiko produzierte GLB-Crossover, wobei sein Schicksal von den konkreten Zollbedingungen abhängen wird
- Weitere erschwingliche Modelle aus der Mercedes-Produktpalette
Ein Mercedes-Sprecher bezeichnete in einem Kommentar gegenüber Reuters den Bloomberg-Bericht als “unbegründet” und betonte die Absicht des Unternehmens, den Verkauf seiner Fahrzeuge auf dem US-Markt zu steigern. Allerdings sollte man bedenken, dass Mercedes bereits 2022 den Verkauf der A-Klasse-Limousine in den USA aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt hat, sodass ein ähnliches Szenario auch für andere Modelle der Marke durchaus möglich ist.
Die Änderungen in der US-Handelspolitik könnten die Verfügbarkeit deutscher Autos für amerikanische Verbraucher erheblich beeinflussen und die Hersteller zwingen, ihre Marktstrategien zu überdenken. Die Situation bei Mercedes-Benz zeigt, wie geopolitische Entscheidungen den globalen Automobilmarkt beeinflussen.