YouTube kämpft gegen KI-Fälschungen — zwei beliebte Kanäle verlieren Monetarisierung

YouTube hat einen entscheidenden Schritt im Kampf gegen Desinformation unternommen und den Kanälen Screen Culture und KH Studio die Monetarisierung entzogen. Diese Plattformen nutzten künstliche Intelligenz zur Erstellung und Verbreitung gefälschter Trailer beliebter Filme und führten Millionen von Zuschauern mit ihren Inhalten in die Irre.

Ausmaß des Problems und Reaktion der Filmindustrie

Das Ausmaß des Problems gefälschter Trailer auf YouTube hat einen kritischen Punkt erreicht, der die Plattform zu entschiedenen Maßnahmen zwang. Laut Deadline haben die beiden größten Kanäle, die sich auf die Erstellung KI-generierter Trailer spezialisiert hatten, die Möglichkeit verloren, ihre Videos zu monetarisieren.

Screen Culture, mit 1,4 Milliarden Aufrufen und 1,4 Millionen Abonnenten, nutzte fortschrittliche KI-Technologien zur Erstellung äußerst realistischer Fälschungen. Ein Team von 12 Redakteuren unter der Leitung von Nihil P. Chaudhary produzierte bis zu 12 Videos pro Woche und imitierte offizielle Trailer von Franchises wie ‘Alien’, ‘Fantastic Four’ und ‘Superman’.

KH Studio ging einen anderen Weg und erstellte alternative Versionen beliebter Filme und Serien. Zu ihren aufsehenerregendsten Arbeiten gehören Videos mit Henry Cavill als James Bond und Leonardo DiCaprio in ‘Squid Game’.

Interessanterweise sprachen sich große Filmstudios, einschließlich Warner Bros. Discovery und Sony Pictures, gegen solche Sanktionen aus. Laut Deadline hätten sie es vorgezogen, durch Urheberrechtsschutzmechanismen Einnahmen aus diesen Videos zu generieren. YouTube blieb jedoch bei seiner Entscheidung unnachgiebig und verwies auf Verstöße gegen die Monetarisierungsrichtlinien und die Verbreitung von Desinformation.

Der Gründer von KH Studio erklärte, dass es das Ziel des Kanals war, die Zuschauer mit ‘Was wäre wenn’-Szenarien zu unterhalten und nicht in die Irre zu führen. Chaudhary von Screen Culture hingegen meint, dass die meisten Nutzer den inoffiziellen Charakter der Inhalte verstehen, und fragt: ‘Welcher Schaden entsteht dadurch?’

Die Entscheidung von YouTube zeigt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Desinformation und den Schutz von Urheberrechten. Dies könnte ein Präzedenzfall für andere Plattformen werden und die Zukunft KI-generierter Inhalte beeinflussen.

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